Stadtturm (Baden)

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Stadtturm (Baden)

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Stadtturm (Baden)

Stadtturm (Baden) Der Stadtturm (ursprünglich Bruggerturm oder Baderturm genannt) ist ein Torturm in der Altstadt von Baden in der Schweiz. Er entstand in der Mitte des 15. Jahrhunderts und diente als nördliches Stadttor. Neben dem Landvogteischloss ist er der einzige vollständig erhalten gebliebene Bestandteil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Mit seinem markanten Erscheinungsbild ist der 56,45 Meter hohe Turm ein Wahrzeichen der Stadt.
Baugeschichte
Um 1360 entstand am Nordrand der Altstadt ein erster Turm, der jedoch rund 80 Jahre später wieder abgetragen wurde. Von 1441 bis 1448, während des Alten Zürichkriegs, war Baden wiederholt Angriffen von Truppen aus Zürich ausgesetzt. Während dieser Zeit arbeitete der einheimische Werkmeister Rudolf Murer an einem neuen Torturm mit Zwinger. Am 8. November 1445 widerstand der noch im Bau befindliche Turm einen Zürcher Angriff mit einem Rammbock.In den Jahren 1483 bis 1485 wurde der Turm unter der Leitung von Martin Grülich aus Brugg um zwei Stockwerke erhöht und erhielt seine endgültige Höhe. Ergänzend kamen damals vier Erker, zwei Turmuhren und ein Dachreiter hinzu. 1620 bis 1623 erhielt der Turm ein zinnenbekröntes Vorwerk mit Wehrtürmchen und Fallbrücke, das die Stadt 1677–1679 im Rahmen der Erweiterung der Befestigung zur Bastion ausbauen liess. Nach ihrem Sieg im Zweiten Villmergerkrieg zerstörten die Zürcher 1712 die Bastion und der Turm hatte nunmehr eine reine Zierfunktion.
1755 folgte eine umfassende Renovation. Das unterste Stockwerk fiel 1842 bis 1846 einer Erweiterung des Tors zum Opfer; zur selben Zeit richtete man in den oberen Stockwerken beheizbare Gefängniszellen ein. 1873 installierte man ein neues modernes Uhrwerk, 1925 wurde der Turm (verbunden mit einer weiteren Verbreiterung des Torbogens) erneut saniert und unter Denkmalschutz gestellt. 1961 erfolgte die bisher letzte Torverbreiterung, die Fussgängerwege verlegte man in Durchgänge in den Nachbargebäuden. Bis 1984 diente der Turm als Bezirksgefängnis, seither wird er sporadisch für öffentliche Anlässe genutzt. Ein Sturm richtete 1990 starke Schäden am Dach und an der Turmspitze an, woraufhin man die Spitze erneuerte und mit Kupfer überzog sowie die Ziegel ersetzte.
Ab März 2008 wurde der Turm erneut renoviert. Der stark zementhaltige Naturputz war erst 1925 aufgetragen worden und entsprach dem damaligen Zeitgeist (Heimatstil). In den Jahrhunderten zuvor hatte der Turm stets einen Anstrich. 1977 wurde der Verputz imprägniert; allmählich drang aber durch Risse dennoch Feuchtigkeit ein, weshalb der Verputz vollständig erneuert werden musste. Zudem waren 2004 beträchtliche Bauschäden an den Fassaden festgestellt worden. Die Arbeiten waren im Juni 2009 abgeschlossen, seither präsentiert sich der Turm wieder im Zustand vor 1925.
Bildquelle: Badenfahrt2007“ von Paebi - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

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